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Die Bioenergie in Zahlen

  • angeschlossene Objekte im Kleinwalsertal
  • KW Anschlussleistung gesamt
  • MWh geschätzte Wärmeabnahme

Heizwerk

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Die Entstehung der Bioenergie Kleinwalsertal

Die Anfänge des nun bereits bestens etablierten Biomasse-Heizwerks in der Schwarzwassertalstraße gehen auf das Jahr 2008 zurück. Aber bereits damals waren schon mehrere Jahre vergangen ein großes Biomasseheizwerk im Kleinwalsertal zu errichten. Viele Hauseigentümer wurden bereits 2005 von externen Investoren ermuntert sich an die Fernwärme anzuschließen. Die Hindernisse, die in Summe damals zu groß für die tatsächliche Realisierung waren, waren natürlich geblieben.

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Von der Vision zur Realität
Im Blickfeld standen aber 2008 nicht die Hürden, sondern die Vision einer umweltfreundlichen, kostengünstigen, zentralen und gleichzeitig lokalen Wärmeversorgung, die vielen Einheimischen nicht aus dem Kopf ging. Die Idee gärte an unterschiedlichen Stellen des Tales. Inspiriert durch das kleine, private Heizwerk im Schwendle, fungierten als „Keimzelle“ einige privater Pioniere in Außerhirschegg, um dort eine kleine Hackschnitzelheizung zu errichten. Dabei wuchs das Werk auf dem Papier rasch von einer Privatanlage für das Haus von Jörg Bantel zu einer Heizung für alle Interessierte in Außerhirschegg. Seit Anbeginn unterstützt wurden die Bestrebungen durch Landesinnungsmeister Franz Drexel und dem damaligen Vizebürger Christian Nenning, die beiden und Jörg Bantel waren es auch, die mit der Walser Raiffeisen Holding erste Gespräche führten. Die Holding war es dann, die die Kräfte gebündelt hat. Nach vielen Gesprächen mit externen Experten und einheimischen Befürwortern wurde schließlich im Februar 2009 die Bioenergie-Genossenschaft gegründet. In der Folge mussten in einem intensiven Prozess Machbarkeitsstudien und Variantenprüfungen durchgeführt werden, die zur optimalen Lösung eines Heizwerks mit dem Standort zwischen den Ortsteilen Riezlern und Hirschegg führten.

Weitere große Anstrengungen waren in den Phasen der langwierigen Baugenehmigung sowie den Wirtschaftlichkeitsberechnungen bis zur Kreditzusage erforderlich. Schlussendlich konnte die Finanzierung des Projektes durch den Einstieg der Walser Raiffeisen Holding in die Bioenergie sowie eine Haftungsübernahme der Holding gesichert werden. Während der gesamten Projekt- und Bauphase wurde die Genossenschaft stets von der Walser Raiffeisen Holding begleitet. Bis Oktober 2011 war Holding-Vorstand Julian Müller auch Obmann der Bioenergie Genossenschaft.

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Das rund 11,6 Mio. Euro teure Heizwerk samt zugehörigem Leitungsnetz wurde im November 2011 feierlich eröffnet und erhielt dabei viel Lob der einheimischen Bevölkerung und der Vorarlberger Landesregierung.

Gute Wärme wächst nach

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Nachwuchs für den Nachwuchs
Holz ist ein vielseitiger Rohstoff: Als Baumaterial ist es beständig, als Werkstoff Grundlage unserer Möbel und Wohnungseinrichtung. Es ist Ausgangsmaterial für Papier und wärmt unser Zuhause. Das Beste: Gute Wärme (Holz) wächst immer wieder nach.

Wärme erzeugen im Kreislauf der Natur
Bei der Verbrennung von Holz wird nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie ein Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufnimmt. Heizen mit Holz ist somit CO2-neutral und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Eine saubere Sache
Modernste Verbrennungstechnologie und Energieeffizienz machen Wärme aus Holz zur umweltfreundlichen Alternative zu Heizöl und Gas.

Holz ist das Rückgrat der Energiewende
Die Energiewende ist eines der großen Vorhaben unserer Generation. Sie bedeutet, dass wir in Zukunft unsere Energieversorgung komplett mit erneuerbaren Energien bewerkstelligen wollen – CO2-neutral und unabhängig von fossiler oder atomarer Energie.

Mehr Wertschöpfung dank Biomasse
Energiegewinnung aus Biomasse und hier vor allem Holz stärkt unsere Wirtschaft. Und sie schafft direkt rund 20.000 „Green Jobs“ – sei es in der Land- und Forstwirtschaft, der Holzverarbeitung, im Brennstoffhandel oder der Herstellung von Heiztechnologie.

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Wertvoll bis zum kleinsten Span
Die Wald- und Forstwirtschaft spielt im Wirtschaftsgefüge Österreichs eine gewichtige Rolle. Kein Wunder, ist doch die Hälfte des Landes mit Wald bedeckt.

Gute Wärme ist so nah
Alles in der Nähe: die perfekte Beratung und Dienstleistung, 100%ige Versorgungssicherheit und Kontrolle. Der Brennstoff direkt aus der eigenen Region. Komfort auf „Knopfdruck“ direkt ins eigene Heim.

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Funktionsweise Bioenergie

Das Holzheizwerk der Bioenergie Kleinwalsertal dient zur Wärmeversorgung des Fernwärmenetzes der Ortsgebiete von Hirschegg und Riezlern im Kleinwalsertal. Mit dem Fernwärmenetz werden alle angeschlossenen Wärmeabnehmer (v.a. Wohngebäude, Beherbergungsbetriebe und öffentliche Einrichtungen) ganzjährig mit Wärme versorgt. Das Heizwerk wurde in zwei Bauabschnitten im Jahr 2010 und 2011 errichtet. Ein weiterer Ausbau des Netzes wurde im Jahr 2012 durchgeführt.

Anlagenteile der Bioenergie Kleinwalsertal

  • Betriebsgebäude inklusive überdachtem Lager für Holzhackgut

    • Betriebszufahrt, Vorplatz und Holzhackgutlager
    • Tagesbunker 2 MW-Kessel und Tagesbunker 4 MW-Kessel
    • Holzfeuerungstrakt
    • Heizölfeuerungstrakt mit Heizöltank
    • Elektroraum
    • Büro mit Sozialräume, Sitzungszimmer, Werkstatt und Lager
    • Ascheboxen mit Vor- bzw. Rangierhalle
  • Fernwärmenetz mit Übergabestationen
    • Fernwärmenetz Hirschegg
    • Fernwärmenetz Riezlern
    • Übergabestationen in den angeschlossenen Objekten

Der angestrebte Wärmeverkauf liegt bei ca. 23.000 MWh/a, dabei wird über das gesamte Fernwärmenetz ein Wärmeverlust von ca.3.600 MWh/a erwartet.

Der überwiegende Teil (ca. 98%) der jährlich erzeugten Wärmemenge stammt aus zwei Holzfeuerungen (Nutzwärmeleistung 4,0 und 2,0 MW, Brennstoffwärme 4,8 und 2,4 MW), wobei bei der momentanen Auslastung die gesamte benötigte Wärmemenge mit der Holzfeuerung erzeugt werden kann. Die Holzfeuerung wird ausschließlich mit Waldhackgut betrieben, der sogenannten Biomasse.

Verfahrensbeschreibung der Holzanlieferung und -förderung
Der Wassergehalt der Biomasse kann 30 bis 60% betragen, in der Praxis liegt er meist zwischen 40 und 50%. Der angelieferte Holzbrennstoff wird entweder direkt in die Tagesbunker gekippt oder im Hackgutlager eingelagert.

Vor „langen“ Wochenenden mit Feiertagen werden die beiden Tagesbunker mithilfe des Radladers gefüllt. Dadurch kann die Holzfeuerung in Volllast betrieben werden, ohne dass Hackgut nachgefüllt werden muss. Der Radladerbetrieb bleibt somit auf Werktage beschränkt.

Am Boden der Tagebunker sind sogenannten Schubböden installiert. Diese hydraulisch angetriebenen Mitnehmer transportieren die Biomasse zu den Querförderern, auch Stocker genannt. Die Querförderer entsprechen in der Funktionsweise dem Schubboden, nur dass sie sich in einem Kanal bewegen. Über diesen Kanal wird die Biomasse bedarfsabhängig in die jeweilige Holzfeuerung befördert. In diesen hydraulischen Einschieber ist eine Schneidevorrichtung installiert, die Übergrößen vom Hackgut zerkleinern, sowie Sprinkler, die als Rückbrandsicherung fungieren.

Verfahrensbeschreibung Holzfeuerung, Ascheaustrag, Elektorfilter, Kondensation, Entschwadung und Kamin
Über den vorher beschriebenen Einschieber gelangt der Brennstoff auf den ebenfalls hydraulisch angetriebenen Feuerungsrost im Feuerungsraum. Durch die Rostbewegung wandert der Brennstoff auf dem Rost nach unten und durchläuft dabei die Trocknungs-, Entgasungs- und Verbrennungszone. So liegt am Ende des Rostes nur noch die vollständig ausgebrannte Rostasche vor. Die Rostasche fällt in die unter der Holzfeuerung stehenden Aschecontainer.

Die aus dem Brennstoff entweichenden brennbaren Gase werden durch gezielten Zusatz von Luft verbrannt, dabei beträgt die Temperatur des Rauchgases ca. 600 bsi 1.000 °C. Die heißen Gase werden durch den Rauchrohrkessel geleitet und erhitzen so ca. 14.000 bzw. 9.000 Liter Wasser.

Nach dem Austritt aus den Warmwassererzeugern durchlaufen die Rauchgase jeweils einen Staubvorabscheider (Multizyklonfilter) und einen Elektrofilter. Die Elektrofilter reinigen die Rauchgase weitestgehend von Staubanteilen. Danach tritt das Rauchgas in den sogenannten Kondensator ein, dort wird der ca. 48°C warme Rücklauf auf ca. 60°C angehoben. Im anschließenden LUVO wird das Rauchgas an die Umgebungstemperatur angepasst, bevor es über den Kamin ausströmt.

Entsorgung Asche
Es fallen zwei Aschefraktionen an, einerseits die sogenannte Filterasche und andererseits die Rostasche. Die Filterasche, die von der Menge ca. eine LKW-Fuhr pro Jahr beträgt, wird auf eine Deponie gebracht. Die Rostasche gilt als wertvoller Rohstoff und wird in unserem Fall zu Kompost weiterverarbeitet und damit schließt sich der Kreislauf wieder.

Das Team der Bioenergie

claudiaClaudia JochumSekretariat
Claudia ist die gute Seele der Bioenergie. Ihre Tätigkeiten sind sehr vielfältig und reichen von der Buchhaltung, über die Kundenbetreuung,
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mitarbeiter1Gerhard EssHeizwart
Gerhard und Wolfgang sind unsere beiden Heizwarte. Durch ihre Ausbildung als Installateure, habe sie das nötige Fachwissen, die überdimensio
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wolfi_bantlWolfi BantelHeizwart
Gerhard und Wolfgang sind unsere beiden Heizwarte. Durch ihre Ausbildung als Installateure, habe sie das nötige Fachwissen, die überdimensio
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bani_hatzerBernhard HatzerObmann
Bernhard ist der Obmann der Genossenschaft. Seine Ressorts sind der Netzausbau, Controlling, Akquisition, Bau, Technik, allgemeiner Einkauf
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joerg_bantlJörg BantelObmann Stellvertreter
Jörg ist einer der Mitbegründer der Bioenergie Kleinwalsertal. Er ist zuständig für den Holzeinkauf, die Technik, die Ascheentsorgung und di
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vorstand_personal_bioenergie_1AufsichtsratBioenergie Kleinwalsertal
Mitglieder von links nach rechts: Dr. Andreas Gapp (Aufsichtsratsvorsitzender) DI Christoph Lindermayr DI Julian Müller Bgm. Andi Haid Chris
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Kontakt

BIOENERGIE KLEINWALSERTAL

Schwarzwassertalstr. 22a
A-6992/D-87568 Hirschegg
Tel. +43 5517-20646
Fax: +43 5517-20646 -10


Bankdaten:
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IBAN: AT18 3743 4000 0392 1459
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